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VENDOR MANAGED INVENTORY: Maximaler Servicegrad durch lieferantengesteuertes Bestandsmanagement

VENDOR MANAGED INVENTORY: Maximaler Servicegrad durch lieferantengesteuertes Bestandsmanagement

Der Kunde

Die Partner von TenglerGluttig setzen vermehrt auf Vendor Managed Inventory (VMI). Dazu zählt auch Hamburger Containerboard, ein Teil der österreichischen Prinzhorn Holding.

Die Unternehmensgruppe blickt auf eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte zurück und bietet europaweit ein komplettes Programm hochwertiger Wellpappe-Rohpapiere. Das Unternehmen beschäftigt rund 9.800 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von knapp 2 Milliarden Euro. Das Headquarter befindet sich in Österreich. TenglerGluttig begleitete Hamburger Containerboard auch bei der Einführung von VMI und ist bis heute langjähriger Partner in Zukunftsfragen rund um gelungenes Supply Chain Management.

Überlegungen zur Einführung von VMI

Als übergeordnetes Ziel von Hamburger Containerboard galt es, das Kundenservice zu maximieren, um Wettbewerbsvorteile langfristig zu sichern. Vier Produktionsstandorte in Österreich, Deutschland und Ungarn waren in drei Vertriebsstrukturen organisiert.

Damit einhergehendes Standortdenken sowie das Fehlen einer zentralen Planung standen einem zu erhöhenden Kundennutzen entgegen. Weiters sollte die maximale Auslastung der Papiermaschinen erreicht werden.

Vorratshaltung ganz ohne Bestellung

Beim Vendor Managed Inventory ist der Zulieferer für alle Entscheidungen rund um das Bestandsmanagement und die Vorratshaltung seiner Abnehmer verantwortlich. Die betreffenden Produktgruppen sowie deren Bestandgrenzen nach unten und oben werden definiert. Der Lieferant erhält somit die Kontrolle über vorrätige Mengen, Nachfüllzeitpunkte und die Lieferung bei seinem Kunden.

Voraussetzung dafür ist, dass der Abnehmer laufend Point-of-Sale sowie aktuelle Vorratsdaten zur Verfügung stellt. Dies geschieht über eine EDI-Schnittstelle (Electronic Data Interchange). Herkömmliche Bestellungen gehören in diesem System der Vergangenheit an.

Die Rechnungslegung an den Kunden erfolgt erst nach Verbrauch in dessen Lager (Consignment Stock) – vollautomatisch versteht sich. Gleichzeitig gibt es lieferantenseitig für den Abnehmer nur noch einen zentralen Ansprechpartner. Somit wird auch dem One-Face-to-the-Customer-Prinzip Rechnung getragen, welches administrative Aufwände eindämmt und eine schnelle, kundenfreundliche Reaktion ermöglicht.

Kostensenkung durch Nutzung vorhandener Ressourcen

Voraussetzung für jede VMI-Partnerschaft ist ein hohes Maß an Kooperation und die entsprechende Managementunterstützung. Nach gemeinsamer Erhebung des Status Quo werden im Zuge jedes Projektes die Notwendigkeit zur Vereinheitlichung von Strukturen (z.B. der Vertriebsorganisation) geprüft und Prozesse bei Bedarf angepasst.

So haben alle Containerboard-Kunden einen Ansprechpartner, der schnell und zuverlässig die Anfragen behandelt, was sich nebenbei in einer Kostensenkung niederschlägt.

„Für maximales Kundenservice und interne Effizienz steht unser Vertriebsprojekt ‚Leadership in Service‘, das auch VMI beinhaltet. TenglerGluttig hat uns hier bis zur erfolgreichen Umsetzung begleitet.“,

so Harald Ganster, CEO von Hamburger Containerboard.

Lagerkapazitäten und -zustände sowie die IT-Systeme der Abnehmer werden auf VMI-Tauglichkeit geprüft und eine EDI-Schnittstelle eingerichtet. Mit den Abnehmern erfolgt die Festlegung der Produkte mit den größten Volumina, vorrangig sogenannte Schnelldreher, und die Bestimmung von Minimal- und Maximalmengen. Die Historie zu den VMI-Artikeln wird zugänglich gemacht. Kunde und Lieferant legen die vertraglichen Bedingungen fest. Im behandelten Beispiel greift Hamburger Containerboard heute auf ein zentral gesteuertes Forecasting zurück. Die Bestellstufe fällt weg, der Lieferant arbeitet mit aktuellen Daten. Daher sinkt für die Zulieferer die Variabilität in der Nachfrage, unsichere Vorhersagen werden vermieden und ermöglichen den Abbau von Kapazitätspuffern. Die Ressourcen der Transportwege werden effizient genutzt, die Maschinenauslastungen können weiter optimiert werden, Stock-Outs gehören der Vergangenheit an. Der Servicegrad erhöht sich nachhaltig. Abnehmerseitig reduziert sich der Dispositionsaufwand unter gleichzeitiger Gewährleistung von Versorgungssicherheit.

Verbesserung wesentlicher Supply Chain Kennzahlen

TenglerGluttig kann in der Analyse, Konzeption und in der Einführung von Vendor Managed Inventory durch Know-how sowie professionelles Projekt- und Change Management wesentlich zum Erfolg beitragen. Dazu Cord Prinzhorn, CEO der Prinzhorn Holding: „Nur die effizientesten Lösungen kommen bei uns zum Einsatz. Deswegen vertrauen wir in Supply Chain-Fragen langjährig auf die Expertise der Berater von TenglerGluttig.“

Folgende Verbesserungen entlang der Supply Chain werden nachhaltig sicher gestellt:

Der Erfolg des Projektes spiegelt sich in den wesentlichen Supply Chain-Kennzahlen wider:

Maschinen-Effizienz durch Allokation

Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Vorteilen von Vendor Managed Inventory wird auch die Effizienz der Maschinen, die Overall Equipment Efficiency (OEE), beträchtlich gesteigert. Anlagenintensive Unternehmen profitieren erheblich. So können Papiermaschinen bis zu zehn Meter breit sein und sind immer ein Rieseninvestment. Eine zentrale Planung ermöglicht die optimale Ausnutzung der einzelnen Produktionsstätten sowie deren spezifischen Einrichtungen.

Zukünftige Entwicklungen mit VMI

In margengetriebenen Branchen werden zukünftig vermehrt Gainsharing-Verträge zum Einsatz kommen, sodass beide Partner aus den Erträgen der Leistungsverbesserung und der Kostenreduktion von VMI profitieren. TenglerGluttig unterstützt bei der genauen Definition und Auswahl der Key Performance Indicators (KPI‘s), um die Teilhabe am Erfolg für beide Seiten sicherzustellen.

 



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